Lexikon











Bezeichnungen und Begriffe für Mode und Bekleidung gibt es in einer unübersehbaren Vielfalt. Dazu gehören alte überlieferte Namen aus vielen Sprachen wie auch neu entwickelte Fachwörter, die aus dem englischen Hightech ins "Neudeutsche" übernommen wurden.

Wer will diese Ausdrücke alle kennen? Einige wichtige, mit denen Sie oft konfrontiert werden, habe ich in diesem kleinen Modelexikon aufgeführt. Sollten Sie einen Begriff in dieser Liste vermissen, schicken Sie mir eine E-Mail. Gerne werde ich die Wortbedeutung recherchieren und hier veröffentlichen. Für Ihre Mitarbeit möchte ich mich ganz herzlich bedanken.

 

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Abendkleid - Aus wertvollen Stoffen gearbeitetes Kleid, meist mit großem Dekolleté. Wird in der Regel bei festlichen Anlässen getragen. Ist seit Beginn des 20. Jahrhunderts als fester Begriff in der Mode etabliert. Zunächst noch kniekurz, in der Länge eines Tageskleides getragen, hat sich heute die fersenlange Ver­sion als Ball‑ und Abendrobe durchgesetzt. 

Accessoires - Sammelbegriff aus dem Französischen für modisches Zubehör, das zur Ergänzung der Oberbekleidung dient, z. B. Schirm, Handschuhe, Gürtel, Modeschmuck, Tasche, Strümp­fe etc. Bedeutet wörtlich übersetzt "Beiwerk". 

Adventure-Stil -  Sportlich rustikale Freizeitkleidung für den modernen Aben­teurer.

Amerikanischer Ärmel -  In der Art eines Herrenhemdes bequem und breit angesetzter, abstehender kurzer Ärmel. 

Antifit-Mode - Besonders lässige, legere junge Mode deren Passform be­wusst nicht exakt sitzt.

Appretieren - Bezeichnung für das Stärken eines Textilstoffes durch eine  chemische Substanz. Der Stoff wird dadurch pflege‑ und bügelleicht.

Arraché - Ziemlich dicker, gut gewalkter und gerauter Flausch, der seine wirre Oberfläche behält.

Astro-dyeing - Teilfärbungsverfahren durch örtliches Anfärben von Garnen durch Injektionsapparate (bis zu vier Farben möglich).           

Bikini - Zweiteiliger Badeanzug, der seinen Siegeszug kurz nach dem 2. Weltkrieg begann. Louis Réard führte 1946 erstmals den Bikini in Paris vor, wenige Tage nach dem Aufsehen erregenden Atomtest auf dem Bikini-Atoll (Namensursprung).

Blouson - Sportliche, etwa hüftlange weite Bluse oder Jacke. Der Bund an der Hüfte ist häufig elastisch gearbeitet.

Body -  Einteiliger eng anliegender Anzug aus elastischem Material ohne Beine, dessen Oberteil oft sichtbar getragen wird. Haken oder Knöpfe im Schritt des Bodies dienen zum Verschluss.

Bouclé - Stammt aus dem Französischen und bedeutet gelockt. Es ist ein Effektgam (mit Schlingen und Knoten) oder ein Effektgewebe oder -gewirke mit strukturierter Optik und höckeriger, noppiger Oberfläche, das unter Verwendung von Bouclégar­nen hergestellt wird.

Caban - Herrenmantel mit Kapuze oder mit einem besonders ausgeprägten Kragen. Das optische Erscheinungsbild des Cabans erinnert an den Marinestil, leicht bis mäßig tailliert, eingearbeitete Taschen, meist zweireihige Knopfleisten. In der Damen­variante wird der Caban hüftlang, zweireihig und sportlich getragen.

Dégradé -  Farbgebung einer schattierenden Musterung, die sich auf die gesamte Länge eines Kleidungsstückes bezieht, von ganz hell bis dunkel abgestuft, dann abbrechend und wieder hell einsetzend.

Dungaare - Jeans in Form eines Arbeitsanzugs mit zusätzlichen, auch auf den Oberschenkeln aufgenieteten Taschen und Riegeln, ursprünglich zur Aufnahme von Werkzeug gedacht.

Duvet - Steppstoff mit Daunen als Füllmaterial.

Délavé -  Jeansstoff, der durch Bedrucken oder Einfärben vor der Verarbeitung seinen verwaschenen Charakter erhält. Die englischen Begriffe lauten Used-Look, Aged-Look oder Antik-Look.

Englische Naht - Teilungsnaht, die von der Schulter zum unteren Saum beziehungsweise zur unteren Schnittkante führt. Sie geht vorn ungefähr über die Brustspitze und erspart daher hinten den Rücken-, vorn den Brustabnäher sowie die Taillenabnäher. Diese Naht ist vor allem für mäßig taillierte Kleidungsstücke mit anliegenden Oberteilen geeignet. 

Etuikleid - Das Etui- oder Futteralkleid wird sehr oft in den Sommerkollektionen als Trägerkleid und mit tiefem Dekolleté getragen. Es ist ein anliegendes Schnittkleid, das sich figurnachzeichnend wie ein Futteral eng um den Körper schmiegt, gerade geschnittenes Kleid ohne Taillierung und ohne Kragen.

Französischer Beinausschnitt - Schnittform, die das Bein einer Damenbekleidung optisch verlängert.

Grunge-Mode - Auch Anti-Mode genannte Stilrichtung. Das optische Erscheinungsbild wirkt schlampig.

High fashion - Qualitativ hochwertige Mode.

Indoor-Mode - Kleidung, die im Hause getragen wird.

Jeans - Auch heute ist sie immer noch ein sehr beliebtes Kleidungsstück - die Bluejeans. Mittlerweile in vielen verschiedenen Farben, Formen und Schnitten erhältlich, in schlichter funktioneller Qualität oder als Designerhose. Die vom deutschstämmigen Segelmacher Levi Strauss 1850 in San Francisco erfundene Hose diente ursprünglich in erster Linie der Funktionalität. Der für die Jeans verwendete Baumwolldrillich eignete sich hervorragend für die Verarbeitung zu einer strapazierfähigen Hose.1955, als James Dean den Prototypen des rebellierenden Jugendlichen verkörperte und nach seinem Tod zum Mythos aufstieg, war der Siegeszug der Hose auf dem europäischen Kontinent nicht mehr zu bremsen. Um sich von den bürgerlichen Moralvorstellungen abzugrenzen, trugen insbesondere so genannte Halbstarke gerne mit Flicken besetzte Jeans.

 Jeans-Krankheit - Mediziner stellten Mitte der 1980er-Jahre in einer wissenschaftlichen Untersuchung fest, dass sehr enge Hosen nicht nur zu Unfruchtbarkeit bei Männern führen können, sondern auch zu chronischen Nervenschädigungen an der äußeren Hüfte. Das Tragen zu enger Jeans-Hosen kann außerdem Fehlstellungen der Lendenwirbelsäule verursachen.

 Kolonial-Stil - Ein den Tropenuniformen nachempfundener Bekleidungsstil.

Krawatte - Aus dem Französischen abgeleitet von Kroatentuch; Halsbinde, Schlips; im 18. Jh. entstanden aus dem Halstuch kroatischen Truppen.

Lifestyle - Modebegriff für einen dem Trend entsprechenden Lebensstil.

Mafiosistreifen - Schmale farbige Streifen in breitem Abstand.  

Mode - Im allgemeinen Sinne wird Mode definiert als ein sich schneller als der Stil einer Epoche wandelnder Geschmack in Kultur, Zivilisation und Lebensweise. Der Begriff Mode entstammt dem Lateinischen „modus“ - übersetzt: Art und Weise. Im engeren Sinne bezeichnet die Mode, die zu einer bestimmten Zeit herrschende Art, sich zu kleiden. Mode schließt allerdings neben der Kleidung auch die Accessoires, die Frisur sowie das jeweilige Make-up ein. Mode wird heute nicht nur als Ausdruck eines gesteigerten Differenzierungs- und Individualisierungsstrebens gesehen, sondern sie erfüllt ebenso das menschliche Bedürfnis nach Inszenierung und Nachahmung.

Nadelstreifen - Auch unter der englischen Bezeichnung Pinstripe bekannt, ist der Nadelstreifen eine der klassischen Herrenanzugmusterungen. Auf der Basis feinfädiger Kammgarnqualitäten mit mehr oder weniger klarem Oberflächenbild, wird dieser, wie mit der Nadel gestochene Streifen, durch die Verwendung eines kontrastierenden feinen weißen oder farblich abgesetzten Seidenfadens, erzielt. Farbvariationen von hellgrau, anthrazit, mittel- und dunkelblau sind möglich. Stilistisch ist dieses Muster grundsätzlich für Tages- und Businessanzüge geeignet.

New Look - Ein von Christian Dior lancierter Modestil, der erstmals 1947 in einer kompletten Kollektion vorgestellt wurde. Besonders auffällig beim optischen Erscheinungsbild sind die schmalen, runden Schultern, die Büsten- und Hüftbetonung sowie die wadenlangen Röcke.

Outfit - Gesamtbild der Kleidung

Paisley - Vor allem für Krawatten und Schals verwendetes Design, das das orientalische Palmetten-Muster zum Vorbild hat. Es ähnelt dem an der Spitze eingerolltem Palmblatt.

Qualität - Fünf Faktoren sind für die Qualität von Kleidung entscheidend: der Rohstoff, das Garn, die Herstellungstechnik, die Ausrüstung und die Verarbeitung.

Römerstreifen - Gleichmäßige, breite Parallelstreifen in satten Kolorierungen.

Stone washed - Fertigware, die unter der Zugabe von Kieselsteinen gewaschen wird. Durch diese Prozedur erhält die Ware eine vorgewaschene (used-wash) Optik.

Trenchcoat - Wasser abweisender und wärmender Allwettermantel für unsere Klimazone: Trenchcoats können mit ausknöpfbarem Wollplaid oder Pelzfutter ausgerüstet werden.

Urban-Elegance - Der Begriff stammt aus dem Englischen und wird in der Modesprache als "städtische Eleganz" übersetzt. Die schlichte Form der Eleganz, die vom modernen urbanen Leben geprägt ist.

Volant-Ärmel - Schmaler Ärmel, der oberhalb des Ellbogens einen Volant angesetzt hat.

Waffelpiqué - Doppelgewebe mit waffelartiger Reliefmusterung.

Yucca-Faser - Blattfaser aus einer nordamerikanischen Palmlilie.

Zip-Off-Hose - Sportliche Hose mit Reißverschlüssen an den Hosenbeinen, die von unten zu öffnen sind.

 

 

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